Reisen mit Kindern

Schöne Kinderhotels an der Ostsee

IMG_7129An dieser Stelle möchte ich Euch nun endlich die zwei wunderschönen Hotels an der Ostsee verraten, in denen wir unseren Urlaub mit Hindernissen verbracht haben. Beide entsprechen der gehobenen Kategorie und sind deshalb leider nicht ganz günstig. Doch wenn man rechtzeitig plant und eventuell die Möglichkeit hat in der Nebensaison zu reisen, kann man sogar Glück mit den Zimmerpreisen haben.

Das erste Hotel, in dem wir eine Woche verbracht haben, heißt Seehotel am Neuklostersee und liegt wunderschön eingebettet an einem Seegrundstück am herzförmigen Neuklostersee. Unser kleines Ferienhäuschen war bestens geeignet für unsere Familie und die Kinder haben ein riesiges Areal, in dem sie frei toben und rennen können. Die Natur mit ihren Apfelbäumen, das Rauschen der Blätter im Wind und die Backsteingebäude erinnern an die heile Welt von Bullerbü und man erliegt sofort dem Wunsch die Kinder frei laufen zu lassen.

IMG_7136Es gibt ein eigenes „Kinderhotel“ im Hotel, in dem die Kinder spielen können. Es besteht aus einem hohen Backsteinturm, den es von innen zu erklimmen gilt. Aussen ist eine riesige Schaukel angebracht, auf der zwei Kinder gleichzeitig schwingen können. Einen Katzensprung weit vom Kinderhotel entfernt befindet sich das „Vogelnest“. Mitten in den Bäumen versteckt und nur über eine einziehbare Strickleiter zu erreichen, bildet es einen traumhaften Rückzugsort. Bis zu zwei Kinder können hier tun und lassen, was Ihnen beliebt: zum Beispiel die Vögel beobachten, dem Rauschen der Blätter lauschen, Bücher lesen oder Geschichten erfinden, einfach nur Träumen oder einfach mal gar nichts tun.

Das Essen ist ausgezeichnet, da die Küche sich auf die Region spezialisiert hat und traditionelle Gerichte modern interpretiert. In diesem Hotel gibt die Natur den Ton an und die Gäste dürfen dem Schauspiel zwischen Bäumen, Wasser, Gras und Blumen beiwohnen und über deren Schönheit staunen. Hier liegt ein kleines Paradies versteckt, in dem man Ruhe und Erholung findet.

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image7-1Das zweite Hotel, in dem wir schon öfters zu Gast waren, ist das Grandhotel Heiligendamm auch bekannt als „Die Weiße Stadt am Meer“. Hier gibt es eine sehr liebevolle Kinderbetreuung von 10 Uhr bis 20 Uhr. Die Kleinen sind mehr als willkommen und haben beim Empfang ihre eigene Treppe an der Rezeption.

image4-1Die Kinder dürfen in der Eisbärenvilla spielen, die der Villa Kunterbunt sehr ähnelt, nur dass sie in Pastellfarben gestrichen ist und die Kleinen aus dem ersten Stock mit einer Rutsche in den Garten flitzen können. Das hätte Pippi Langstrumpf sicherlich auch gefallen. kinderhotel_ostsee

image1-1Dieses Hotel ist das älteste Seebad Deutschlands und mit seiner Bäderarchitektur für uns ein absoluter Wohlfühlort, an den es sich immer wieder lohnt zurückzukehren. Sei es wegen der Pianistin, die uns Gäste des Kursaals abends in eine längst vergangene Zeit begleitet oder wegen der unvergleichlichen Zufriedenheit, die einen überkommt nachdem man den ganzen Tag am Meer verweilen durfte. Hierfür lohnt es sich zu sparen und wenn es auch nur ein oder zwei Nächte sein dürfen. Dafür darf man nachts bei offenen Fenster dem beruhigenden Rauschen der Wellen lauschen, das einen sanft in den Schlaf begleitet.

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Im Paradies angekommen

Das Paradies liegt im Seehotel Neuklostersee

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Urlaub mit Hindernissen

IMG_7197Wir sind vor ein paar Tagen aus unserem Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zurückgekehrt. Es war unsere erste Auszeit mit drei Kindern. Bisher war für uns jeder Urlaub ein Garant für gute Laune und eine willkommene Abwechslung  zum Alltag.

Doch dieses Mal war alles anders. Die Kinder waren quengelig, stritten viel und das sonst so brave Baby schrie wann immer es nicht schlief. Es war zum verrückt werden. Zudem war das Wetter sehr bescheiden und im Gegensatz zur vorherrschenden Hitze Zuhause hatte es hier regnerische Herbsttemperaturen.

Unser grünes Luftmatratzenkrokodil fristete ein trauriges und luftloses Dasein als zusammengefaltetes Etwas im Koffer. Es war einfach zu kalt zum Baden und meine ersehnten Planschtouren mit den zwei Großen fielen aus. Anstatt dessen trugen wir dicke Pullis und Jacken und tranken warmen Kakao. Natürlich blieb eine gewaltige Erkältung bei den Lütten (so werden die Kleinen dort genannt) nicht aus.

Zu allem Ärger zog sich mein Mann am zweiten Abend einen zweifachen Bänderriss zu und war von nun an nur noch halb einsatzbereit. Die geplante Wanderung um den See, Fahrradtouren und Ausflüge fielen ins Wasser. Anstatt dessen besuchten wir die Apotheke und das Sanitätshaus in der näheren Umgebung. Das Bein wurde geschient und der Bluterguss wies ein erstaunliches Farbspektrum auf. Die Dicke des Fußes erinnerte mich an die Elefantitiskrankheit, die ich mal auf Bildern gesehen hatte. Der Mann galt von nun an als Patient, den es zu schonen galt.

So kamen wir also jeden Morgen und Abend mit teils schlecht gelaunten Kindern und strapazierten Eltern zu Tisch. Spätestens jetzt begann das tägliche Schauspiel. Die gestressten Eltern, die sich mit drei Kleinkindern durch den schlecht Wetter Tag gequält hatten, wollten nun ausspannen und zumindest kulinarisch aktiv werden.

Natürlich wollte ich keinen schlechten Eindruck hinterlassen und unsere sauber gekleideten und gut erzogenen Kinder präsentieren. Leider kann man schöne Momente bekanntlich nicht planen. Paulchen drehte sich in seinem Kinderstuhl zu einem sehr netten Mann um, der leider fast keine Haare mehr auf dem Kopf hatte. Zugegebenermaßen sah er aus wie die Clowns im Zirkus mit Glatze und roten Haaren. Er deutete mit dem Finger auf ihn und sagte gut hörbar, dass die Haare von dem Mann aber komisch aussehen. Zu meinem Bedauern tat sich kein Loch auf, in dem ich als „alte Japanerin“ hätte verschwinden können.

Hinzu kam, dass ich beiden Kindern jedesmal ein Bitte und Danke aus der Nase ziehen musste! Klein Paulchen rief laut Bähh bevor das Essen überhaupt auf dem Tisch stand. Kakaotassen und Orangensaftgläser wurden bei verschiedensten Malversuchen vom Tisch gefegt und selbst die erprobte Mutterkrake mit ihren „Ich weiss, was gleich passiert“-Tentakeln konnte nicht schnell genug reagieren.

Es war einfach frustrierend und ich geriet beim Anblick der streng schauenden Rentnerpaare am Nachbartisch ins Schwitzen. Konnten sie sich nicht wenigstens unterhalten oder auch ein bisschen laut sein? Nicht einmal eine Gabel liessen sie fallen. Wahrscheinlich amüsierten sie sich und genossen insgeheim unser Chaos. Jedenfalls hätte ich jeder Mutter um den Hals fallen können, deren Kinder lauter schrieen als unsere oder sich noch mehr daneben benahmen. Ich hätte sie mit einem high five abklatschen mögen und ihr zurufen wollen: „Das ist alles nur eine Phase!“.

Mittlerweile sind wir alle wieder zu Hause und ich bin heilfroh darüber. Der Mittlere wird gerade in den Kindergarten eingewöhnt und in naher Zukunft, werde ich an den Vormittagen unter der Woche nur ein Baby zu betreuen haben. Das sollte wohl ein leichtes sein, oder?

Ach ja, noch eine Anekdote zum Schluss: Der Höhepunkt des Schämens war erlangt, als ich Abends mit der Boxershorts meines Mannes bekleidet und in T-Shirt ohne BH durch die Hotelanlage gesprintet bin, um meine Tochter wieder einzufangen. Sie war ausgebüxt, da sie im Zimmer bei Oma und Opa übernachten wollte, nachdem diese für die letzten drei Tage noch dazu kamen. Was soll ich sagen?

Das nächste Jahr wird wieder auf dem Bauernhof Urlaub gemacht und da können sich die Kühe nach uns umdrehen. Die oberen Hotelkategorien lassen vorerst auf uns warten. Dann doch lieber ein airbnb mit einer Schale Cornflakes am Morgen im zerknitterten Schlafanzug!

Winterurlaub auf Teneriffa

IMG_5730Schon letztes Jahr haben wir unseren Winterurlaub geplant und uns in schönsten Farben ausgemalt wie wir dem Winterblues in Deutschland entkommen und uns bei milden Temperaturen und bei Sonnenschein am Strand aalen. Die ewig andauernden Kinderkrankheiten sollten besiegt werden und wir wollten mit gesunder Bräune und einem gestärkten Immunsystem nach Hause zurückkehren.

In größter Vorfreude habe ich unsere Badesachen, Schwimmflügel, viele bunte Kleider, Flip Flops, Sonnenhüte und drei Maxipackungen Sonnencreme in unsere Koffer gepackt. Die kanarischen Inseln versprechen den ewigen Frühling und die Temperaturen sinken laut unserem Reiseführer selten unter 20 Grad Celsius.

Doch leider wurden wir bitter enttäuscht. Wir sind mittlerweile seit fast zwei Wochen auf Teneriffa und frieren von Tag zu Tag mehr. Natürlich gibt es keine Heizung in unserem Apartment und keine Badewanne wie Zuhause, in der man sich am Abend aufwärmen könnte. Tagein tagaus laufe ich in meinem Schlabber-Kapuzenpulli mit Jogginghose rum, da es die einzigen Klamotten sind, die mich ein bisschen warmhalten. Es kommt noch hinzu, dass unser Ort im Nordwesten der Insel täglich in eine dicke Nebelwolke gehüllt ist und die Strände sogar wegen der starken Brandung geschlossen werden.

Insgesamt hatten wir vielleicht zwanzig Sonnenstunden auf der Vulkaninsel im Atlantik, die nur circa 300 km von Afrika entfernt liegt. Dazwischen versuchten wir uns mit heisser Schokolade, doppelten Strumpfhosen, dicken Jacken und vielen Pullover Schichten zu wärmen. Zur freudigen Gesamtsituation kamen dann noch diverse Fieberschübe der Kinder, nächtliche Hustanfälle, laufende Rotznasen und zweimaliges Erbrechen vom Kleinen auf das Elternbett.

Das Schöne jedoch an der ganzen Sache ist, dass es wie immer zwei Seiten der Medaille gibt und wir im Grossen und Ganzen trotz ein paar Hindernissen wunderschöne Tage hatten. Die Zeit zusammen, die vielen Ausflüge, die Sandburgen aus schwarzen Sand, das Lachen der Kinder, die üppigen Eisportionen trotz Kälte und etliche Café con leche machten all die klamme Kälte wett und wir hatten trotz allem einen tollen Urlaub.

Die folgenden Fotos sind von unserem ersten Tag auf Teneriffa, der einer der wenigen war, der uns ein paar Sonnenstunden bescherte. In den nächsten Tagen berichte ich Euch von unseren persönlichen Highlights der Insel falls Ihr auch mal einen Urlaub auf Teneriffa planen solltet. Natürlich dann mit blauem Himmel und Sonnenschein!

Unsere fünf Highlights auf Teneriffa

IMG_5706Obwohl uns die grösste der sieben kanarischen Inseln mit ihrem trüben und kalten Wetter nicht wirklich verwöhnt hat, haben wir dennoch ziemlich schöne Erinnerungen an unseren Urlaub. Ehrlich gesagt war ich anfangs zusätzlich schockiert, wie zersiedelt Teneriffa an seinen Küstenregionen ist. Als Hauptinsel unterliegt Teneriffa einem starken Anstieg der Bevölkerungsdichte und mit über 900.000 Einwohnern übertrifft sie sogar die balearische Insel Mallorca.

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Wer also die komplette Ruhe und den Individualtourismus sucht sollte lieber nach La Gomera oder Lanzarote fliegen. Uns hat der Urlaub dennoch entspannt und wir waren von der Herzlichkeit der Insulaner gegenüber Kindern wirklich begeistert. Zudem gibt es natürlich massenhaft Besuchermagnete und man kann sich in viele Abenteuer stürzen.

1. Der Teide Nationalpark

IMGP2093Der Vulkan Teide ist mit seinen 3718 Metern der höchste Berg Spaniens und absolut beeindruckend. Der Nationalpark liegt in Höhen ab 2000 Metern und kann es locker mit der Schönheit der amerikanischen Nationalparks aufnehmen. Wir waren komplett begeistert von der Vielfältigkeit der Natur und der Sternwarte, die an der Spitze der Insel wie ein gerade gelandetes Raumschiff aus der Landschaft empor ragt. Man sollte jedoch unbedingt in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang den Park besuchen, da man sonst von Besuchermassen überrollt wird, die vom Süden her mit Bussen zum Teide Nationalpark gekarrt werden.

Allein dieser atemberaubende Vulkan mit seiner kraterartigen Mondlandschaft lohnt einen Besuch auf Teneriffa. Hier fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten und erlangt den Eindruck über den Wolken zu schweben.

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2. Der Siam Park im Süden der Insel

Der Siam Park in Costa Adeje ist ein richtiges Abenteuerland und zugleich der grösste Wasserpark der Welt. Hier kann man im freien Fall von einem Turm rutschen und am Ende durch einen Haitunnel sausen. Auf magische Weise fühlt man sich ins exotische Thailand versetzt, läuft durch wunderschöne Gärten oder schwimmt auf Reifen einem endlos scheinenden Fluss entlang, der entweder ruhig vor sich hin plätschert oder in wilder Fahrt gleichfalls im Haitunnel endet. Zur Hochsaison ist hier sicherlich viel los. Wir mussten leider in nicht geheizten Pools frieren, hatten aber trotzdem mächtig Spass, denn es war einer der wenigen Tage, an dem die Sonne schien.

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3. Der Loro Park bei Puerto de la Cruz

Dieser riesengrosse Tierpark wurde von einem Deutschen gegründet, der ursprünglich nur Papageien (Loro) hielt. Aus diesem Park wurde ein Zoo der Superlative, der das grösste Pinguinarium der Welt beinhaltet. Hier kann man vor allem Königs- und Kaiserpinguine beobachten. Das Highlight des Parks ist unter anderem „Katandra“, eine riesige Freiluftvoliere, in der man auf Hängebrücken bis hoch in die Bäume klettern kann. Die Orca- und Delfinshows bilden für die Kinder den krönenden Abschluss dieses Besuchs. Alle Gehege sind mustergültig angelegt und der Zoo trägt mit seiner Aufzucht- und Forscherstation zum Erhalt der Tiere bei.

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4. Unsere Hacienda im Nordwesten der Insel

IMGP2019IMGP2018Unsere Hacienda De Las Cuatro Ventanas ist sicherlich ein kleiner Geheimtip auf der Insel, da der Besitzer Alberto erst vor einem Jahr seine Tore geöffnet hat. Diese kleine Oase ist liebevoll gepflegt und hat einen wunderschönen Infinity Pool mit tropischen Garten. Leider konnten wir diesen nur sehnsüchtig beäugen, da es einfach viel zu kalt zum Schwimmen war. Die einzelnen Apartments sind sehr stylisch und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Auf Wunsch kann man sich morgens Semmeln, Croissants und Brezen von einem deutschen Bäcker liefern lassen. Zusätzlich können Massagen gebucht werden und der Weg zum idyllischen Surferstrand „El Socorro“ ist auch nicht weit. Hier haben wir im kleinen Standkiosk übrigens das beste Essen zu günstigen Preisen und immer guter Laune des Wirtes genossen. Der nicht weit entfernte Strand „Playa Bullullo“ ist ebenfalls ein kleines Geheimnis mit toller Strandbar im Sommer.

Alberto hat für seine Gäste immer ein offenes Ohr und gibt gerne Auskunft über das Land und seine Leute. Leider können wir unser Apartment „La Bodega“ nicht rundum empfehlen, da es doch sehr hellhörig war, denn über uns lagen noch zwei weitere Apartments. Auch Nachts hörte man die Autos und Motorräder ziemlich laut auf beiden Strassen fahren. Dennoch glauben wir, dass Albertos Unterkunft ein kleines Juwel auf der Insel ist.

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5. Die Unesco Stadt La Laguna

Die Stadt La Laguna mit der ersten Universität auf den Kanaren und ihrem Bischofssitz wurde zum Unesco Weltkulturerbe erhoben. Hier findet man fast überall ein lauschiges Plätzchen unter Palmen, kann gut essen oder auch in den vielen kleinen Geschäften einkaufen. La Laguna ist das kulturelle Herz Teneriffas und auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Wie im schönsten Heimatfilm

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Am Wochenende sind wir aus unserem zweiwöchigen Österreich Urlaub zurückgekehrt und noch immer begeistert wie erholsam diese Tage waren. Natürlich hatten wir Glück, da wir in der Nachsaison fast allein unterwegs waren und das Wetter uns viel Sonnenschein schenkte.

Wir sind mit dem Auto ins Lesachtal gefahren, das in Kärnten liegt und gleich an Osttirol angrenzt. Selten habe ich eine so naturbelassene Landschaft und wunderschön, gepflegte Bergbauernhöfe gesehen. Es erinnert uns an die gute, alte Zeit aus einem Heimatfilm. Unser Familienwanderhof befindet sich in Obergail in abolut ruhiger Hanglage.

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Die Kinder waren natürlich gleich hin und weg und durften am ersten Abend zusehen, wie die Kühe von der Weide eingetrieben wurden, im Stall ihr Fressen bekamen und gemolken wurden. Von da an durften sie jeden Abend mit dem Bauern Hans Kühe melken und füttern. Am nächsten Morgen duften wir dann die frische Bauernmilch trinken.

Während unserem Urlaub wurden sogar zwei Kälbchen geboren, die täglich von den Kindern gestreichelt und liebkost wurden.

Draussen finden die Kinder ein Spielhaus mit Schaukel und grossflächigen Wiesen zum Herumtollen. Man kann sich entweder in den Fereinwohnungen selbst versorgen oder gegen einen Aufschlag Halpension dazubuchen. Wir hatten die Halbpension und waren mit den Köstlichkeiten aus der Küche sehr zufrieden.

An unserem ersten Tag sind wir zum Märchencamp gewandert, das an einem kleinen Fluss liegt und zum Spielen einlädt. Hier wurden in mühevoller Arbeit Schnitzereien in die Bäume und das Holz eingearbeitet und hier können die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

An den darauffolgenden Tagen haben wir verschiedene Wanderungen vom Berghof aus unternommen. Es gibt die wunderschöne Steinecken Alm mit der besten Brotzeitplatte und sehr netten Wirtsleuten, die Wanderung zum Madonna Rundweg oder der Ausflug zum Hundstrichsee.

Wir haben uns mit unseren Wirtsleuten Gabi und Hans bestens verstanden und werden nächste Sommer ganz bestimmt zurückkehren.

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Weiter ging unsere Österreich Rundtour an den Klopeiner See, der um diese Jahreszeit ziemlich verlassen war. So machten wir täglich Ausflüge an den Wörthersee und besuchten unter anderem das Bergwerk, den sehenswerten Pyramiden Kogel und die Burg Landskron mit ihrer Adlerwarte und der beeindruckenden Flugschau der Greifvögel.

Auf dem Weg nach Wien besuchten wir das Lipizzanergestüt Piber, in dem jene Lipizzanerhengste gezüchtet werden, die in der weltberühmten Spanischen Hofreitschule in Wien ihr Können zeigen.

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Zum Abschluss verbrachten wir noch drei Nächte in Wien und fanden dort durch den Tip einer Freundin eine wunderbare, familienfreundliche Unterkunft im Prater Loft. Das Loft liegt nur drei Gehminuten entfernt von der U-Bahnstation Prater und von hier aus kann man die Innenstadt in nur zehn Minuten schnell erreichen.

Als wir im Loft ankamen wurden wir vom Papa und seinem Sohn herzlich willkommen geheissen. Er lief sogar für uns noch in die Trafik, um Parkscheine für unser Auto zu besorgen. Die Kinder waren begeistert von den vielen, hochwertigen Spielsachen und wir Erwachsenen genossen den grosszügigen Wohnraum und die zwei, kühl gestellten Empfangsbiere.

Dass Wien immer eine Reise wert ist, muss ich wohl kaum erwähnen. Ein Besuch der Wiener Hofreitschule, ein Spaziergang durch den Schlosspark Belvedere und Schönbrunn gehören doch immer wieder zu den Highlights einer Wien Reise.

So und jetzt höre ich auf zu schwärmen und arbeite mich wieder in den Alltag ein. Wäsche waschen, Spülmaschine ein- und ausräumen, Einkaufen, Rechnungen bezahlen und so weiter und so fort. Doch heimlich träume ich schon vom nächsten Urlaub…

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Toskana für Ruhesuchende

Foto 2-1Poggio dell´amore. Der klangvolle Name unseres Urlaubsdomizils südlich von Siena lässt einen in Träume verfallen. Liebe, toskanischer Wein, mediteranes Essen, Sonne und sanfte Hügellandschaften in der Getreidekammer Italiens.

Diese Sehnsüchte bleiben nicht unerfüllt – übersetzt heisst Poggio dell´amore soviel wie Hügel oder Anhöhe der Liebe. Für die Romantiker und Ruhesuchenden unter uns ist dieser Ort ein wahrhaftig gewordener Traum.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich selbst vergessen habe wie wunderschön die toskanische Landschaft ist. Obwohl wir als Kinder einmal im Jahr mit unserer Familie in die Toskana auf den Camping Platz gefahren sind und ich wirklich schöne Kindheitserlebnisse damit verbinde, sind die Bilder in meinem Gedächntnis verblasst.

Gott sei Dank hatte ich nun in diesem Urlaub die Chance Toskanafarben und Gerüche aufzusaugen und bis zum nächsten Sommer in meine Schatztruhe einzuschliessen. Es wird auf keinen Fall wieder so viel Zeit verstreichen bis wir hierher zurückkehren.

Die Ferienvilla liegt auf einer Anhöhe mit Blick auf Montalcino, das in circa zwanzig Autominuten zu erreichen ist. Ein Ausflug in das nahe gelegene Siena und ein Besuch der Geschlechtertürme von San Gimignano sollten nicht verpasst werden. Dort darf man nicht verpassen das weltbeste Eis zu probieren.

Ansonsten bleibt natürlich viel Zeit zum Ausruhen, Lesen und Schwimmen im Pool. Hängematten, Liegestühle und eine grosse Wiese laden zur Siesta ein und lassen den Blick auf dem Olivenhain vor uns ruhen.

Foto 2Es gibt zwei Schaukeln, etliche Kletter- und Versteckmöglichkeiten für kleinere Kinder und die Bibliothek bietet kleinen und grossen Leuten genügend Stoff zum Lesen und übrigens auch eine grosse Auswahl an klasssischer Musik. Für Teenager gibt es einen Basketballplatz und einen Tischtennisplatte sowie Reit- und Tennisspielmöglichkeiten in der Nachbarschaft.

FotoIn dem Haus können problemlos zehn Erwachsene übernachten und somit ist der Gesamtpreis des Hauses auch gut zu finanzieren. Wir waren insgesamt mit sechs Erwachsenen und vier Kleinkindern in dem Haus.

Natürlich ist es manchmal angenehmer, wenn man morgens in einem Hotel aufwacht und das Frühstück bereitsteht und man sich nicht um den Einkauf oder das Abendessens kümmern muss. Doch andererseits wächst man als Familie zusammen, wenn man gemeinsame Aufgaben wie Aufräumen, Kochen und Kinder betreuen teilt.

Mein absolutes Highlight an diesem Urlaub war mein allabendlicher Tauchgang im Pool und das Beobachten von Glühwürmchen in der Nacht, die den Garten in einen herrlichen Sommernachtstraum verwandelten.

Diese Momente bleiben für mich unvergesslich und ich werde sie mir bis zum nächsten Sommer bewahren.

Impressionen von der Ostsee

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Kurzurlaub am Königsee

image-9 Heute möchte ich über unseren Kurzurlaub am Königssee berichten. Jedoch muss ich vorwegnehmen, dass der Königsee mit seinem geheimnisvollen Watzmannmassiv einer meiner Lieblingsorte in Deutschland ist. Somit werde ich hier nicht ganz unbefangen darüber schreiben können.

Zum einen bin ich fasziniert von der Kombination Wasser und Berge, welche die Leidenschaft von meinem Mann zu den Bergen mit meiner Liebe zum Wasser vereint. Zum anderen bieten sich im Nationalpark Berchtesgarden unzählige Bergtouren und Wandermöglichkeiten an.

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Vor ein paar Jahren haben wir die  Watzmannumrundung begangen und sind über das Steinerne Meer zum Funtensee gelangt, einer der kältesten Orte Deutschlands. Den Abstieg über die Saugasse mit Blick auf den Königsee und St. Bartholomä werde ich nie vergessen, da mich die Schönheit dieses Sees und der Stolz das Ziel vor Augen zu haben voll und ganz erfüllt hatten. Der Königsee ist übrigens der sauberste See Deutschlands und hat Trinkwasserqualität. Doch nun gerate ich schon wieder ins Schwärmen.

image-12Unsere Wahl für die Übernachtung fiel auf das Hotel Interconti in Berchtesgarden. Man kann aber auch in unzähligen kleinen Pensionen zu günstigen Preisen nächtigen. Doch wir wollten uns dieses Wochenende etwas gönnen und das ist uns durchaus gelungen. Schon den Empfang an der Rezeption haben wir in noch keinem anderen Hotel so herzlich erlebt. Unsere Kinder haben jeweils ein Glas voller Gummibärchen bekommen und Mama und Papa einen sehr guten, eisgekühlten Sekt.

image-10image-4Die Entspannung trat bereits am Empfang ein, während wir in bequemen Sesseln sitzend die Formalitäten erledigten. Danach bezogen wir unser Zimmer, in dem übrigens die Minibar inkludiert ist und die Kinder so viel Säfte und Wasser trinken können wie sie möchten oder wie unsere Tochter es ausdrücken würde: „bis der Bauch platzt!“.

Danach verbrachten wir viel Zeit mit Planschen und Schwimmen im Pool. Während der Ferienzeit wird auch eine Kinderbetreuung von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr angeboten. Dabei wird gekocht, gebastelt, gerutscht oder herumgetollt. Das Gute daran ist, dass sogar unser kleiner Sohn mit einem Jahr sich offensichtlich pudelwohl fühlte. Abends konnten wir Eltern den Tag beim entspannten Essen auf der Terasse und einem Glas Wein ausklingen lassen während sich unsere Kinder für die Nacht müde tobten.

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Am nächsten Tag war Zeit für unseren ersten Ausflug in die Berge. Zuvor stärkten wir uns noch am reichhaltigen Frühstücksbuffett während unsere Kinder mit dem Kaufmannsladen und der Kinderküche spielten. Danach fuhren wir mit dem Bus hoch zum Kehlsteinhaus und erfuhren in einer Ausstellung mehr über die bewegte Geschichte dieses Ortes. Der Blick von hier oben reicht von der einen Seite bis Salzburg und auf der anderen Seite bis zum Königsee mit seinem Watzmannmotiv. Die Aussicht ist wirklich atemberaubend, doch ein wenig trüben der Massenansturm und die langen Wartezeiten die Stimmung. Am besten ist es den Tipp vom Concierge zu befolgen, der rät, den ersten Personalbus um 07.40 Uhr in der Früh zu nehmen, um dem Ansturm der Besucher zu entkommen. Dann kann man in Ruhe die Aussicht geniessen und sein Frühstück am Berg einnehmen.

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Am letzten Tag unseres Urlaubs fuhren wir mit dem Elektroboot nach Salet und machten von dort aus eine kleine Wanderung zum Obersee. Der Höhepunkt der Schiffahrt ist sicherlich das einzigartige Echo, das der Bootsführer mit seiner Trompete dem Berg entlockt. Dann verstummen sogar die Kameras der Touristen, die vorher sekündlich versuchten die Schönheit dieses Ortes mit ihrem Fotoapparat zu erfassen.

Für mich der krönende Abschluss unserer kleinen Reise war das Bad im Obersee mit Blick auf die Teufelshörner, den Röthbach Wasserfall und die Fischunkelalm. Hier inmitten dieses wunderschönen Bergsees war ich allein und umgeben von dieser einzigartigen und wilden Natur des Nationalparks. Selten habe ich einen schöneren und ruhigeren Moment in diesem Jahr erlebt. Hier werde ich in Gedanken immer wieder zurückkehren.

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