Unser Hotel California

Wir hatten letztes Wochenende das Glück den California Camper von VW in der Beach Version testen zu dürfen. Nachdem wir meist mit drei Kindern unterwegs sind, kommt für uns die Ocean Version mit Kühlschrank, Küche und anderen Annehmlichkeiten leider nicht in Betracht. Die Sitzreihe auf der Rückbank würde dann nur Platz für zwei Mitreisende bieten.

Das Aufstellen des Daches zur Nacht mussten wir manuell übernehmen, da es nur in der Coast und Ocean Version elektrohydraulisch funktioniert. Das Umfunktionieren ging jedoch recht schnell und unkompliziert vonstatten und wir hatten in Kürze ein bequemes Schlafquartier. Natürlich muss man sich zu fünft sehr eng aneinander kuscheln beim Schlafen. Doch solange die Kinder klein sind, klappt das ganz gut, zumal wir im Hinblick auf das Familienbett gut trainiert sind.

Ein echter Nachteil war jedoch, dass wir in der Nacht (zumindest im oberen Stock) trotz eines Daunenschlafsacks mächtig gefroren haben. Zwar hält das Aufstelldach einen plötzlichen Platzregen zuverlässig ab, doch Wind und Kälte lassen sich von der Zeltmembran nicht abhalten. Somit kann ich das Schlafen im Camper nur in den Sommermonaten guten Gewissens empfehlen.

Mit unserem Wochenende im Hotel California ging ein kleiner Traum für mich in Erfüllung. Zumindest im Kleinen. Das Gefühl von Freiheit, einem Roadtrip und die Verbundenheit mit der Natur lassen mich von einem Leben mit weniger Verpflichtungen träumen. Mehr Zeit füreinander haben und mit weniger Geld auskommen wäre ein neues Lebensgefühl.

Dass dieser Traum vom Hippie-Leben erstmal bezahlt werden muss steht außer Frage. Der günstigste California Camper startet im Basispaket ab circa 45.000 Euro. Das nenne ich schon fast Glamping! Ein echtes Zuhause auf vier Rädern! Die Ausstattung umfasst Camping-Features wie drehbare Vordersitze und integrierte Rollos zur Verdunklung. Zudem gibt es einen herausnehmbaren Campingtisch in der Schiebetür, der zusammen mit den in der Heckklappe transportierten Klappstühlen eine Sitzgruppe ergibt.

Wir haben unser Wochenende in vollen Zügen genossen und träumen jetzt von einem California Camper in weiss-babyblauer Zweifachlackierung. Unser Roadtrip endete übrigens in der Westernstadt Pullmancity in Eging am See. Der Freizeitpark befindet im Bayerischen Wald und bietet wirklich tolle Erlebnisse für Kinder und Erwachsene.

Im Tippizelt können die Kinder mit ihren Eltern Traumfänger, Trommeln, indianische Tanzstäbe und vieles mehr basteln. Natürlich gibt es auch Ponys zum reiten, die Kinder können Gold waschen und die American History Show in der Main Road bestaunen. Wir haben vor Ort am Campingplatz übernachtet und den Blick auf die Pferdekoppel in den frühen Morgenstunden genossen.

Das geheime Highlight und der Abschluss unserer kurzen Wochenendreise bildete der Besuch des Badestrandes am Eginger See. Wir waren dort fast alleine, genossen eine Rundfahrt mit dem Tretboot auf dem See, die Kinder tobten sich auf der Wellenrutsche aus und spielten im Sand und auf dem Spielplatz.

Seine Sinne im Wald schärfen und auf Spurensuche gehen kann man übrigens auf dem 4 km langen Rundweg um den Eginger See. Dieser Ort ist also in jeder Hinsicht eine Reise wert…

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Urlaub im Familienhotel Ulrichshof

Wir sind Wiederholungstäter im Familienhotel Ulrichshof und bereits zum zweiten Mal rückfällig geworden. Wie so oft waren wir vor unserem Urlaub ziemlich ausgebrannt und reif für eine Auszeit. Die Kinder waren winterbedingt dauerkrank und wir Eltern gleichfalls ziemlich gebeutelt. Wir wollten uns regenerieren und neue Kraft für den Alltag tanken.

Unser Resümee nach einer Woche Urlaub ist absolut positiv ausgefallen. Zeitweise war uns sogar langweilig, da uns ungewöhnlich viel Zeit zur Verfügung stand und das nenne ich puren Luxus. Die gewonnene Zeit verbrachten wir mit Lesen, Serien schauen, Schwitzen in der Sauna, im Schwimmbad, an der frischen Luft und beim Essen. Zudem hatten unsere Kinder unendlich viel Freiraum und konnten ungestört in den Tag hinein leben.

Das 4-Sterne Hotel beinhaltet ein gut durchdachtes Familienkonzept, bei dem Groß und Klein glücklich werden. Die Kinder haben genug Freiraum zum Spielen und Toben und die Erwachsenen können sich wunderbar erholen. Es gibt jedes erdenkliche Zubehör für das Leben mit Babys und Kindern. Angefangen von Windeln, Milchpulver und Babybrei bis hin zu Fahrradsitzen, Go-Karts und Buggys.

Zudem werden viele Familienaktivitäten im Freien angeboten. Hier stehen Bogenschießen auf dem Programm, Pony reiten und putzen, Lagerfeuer mit Stockbrot oder Mandalas aus Waldfundstücken legen. Wir haben mit unseren Kindern und deren Freunden im Wald  „Elfenhäuser“ gebaut. Die Kinder waren so begeistert von ihren Werken, dass sie jeden Tag dorthin zurückkehren wollten, um zu sehen, ob ein Troll, ein Zwerg, ein Elf oder auch nur ein kleines Eichhörnchen eingezogen ist. Wir haben alle Materialen verwendet, die wir im Wald finden konnten: Tannenzapfen, Farn, Blätter, Steine und Stöcke.

Jeden Abend wird ein Kinderfilm in der grossen Kino-Lounge gezeigt. Vor dem zu Bett gehen hören die Kinder in kuschligen Sitzsäcken noch eine Gute-Nacht-Geschichte. So gut ausgetobt konnten unsere Kinder nachts besonders gut schlafen und waren am nächsten Tag wieder fit für neue Abenteuer.

Im Untergeschoss des Hotels finden die Kinder die sogenannte „Schrazelhöhle“ mit Rutschbahn, Korbschaukeln und Bobby Cars. Hier findet auch der morgendliche Hundetanz mit „Yolibsi“ statt. Unsere Kleine war ein riesiger Fan vom grossen „Hasen“, der eigentlich ein Hund ist.

Als krönenden Abschluss durften die Kinder noch einige Runden Autoscooter fahren und wir uns mit unseren Freunden für das nächste Jahr auf ein Wiedersehen im Ulrichshof verabreden.

Anbei noch mein Beitrag vom letzten Jahr im Ulrichshof: Link

 

Unsere fünf schönsten Highlights auf Teneriffa

IMG_5706Obwohl uns die grösste der sieben kanarischen Inseln mit ihrem trüben und kalten Wetter nicht wirklich verwöhnt hat, haben wir dennoch ziemlich schöne Erinnerungen an unseren Urlaub. Ehrlich gesagt war ich anfangs zusätzlich schockiert, wie zersiedelt Teneriffa an seinen Küstenregionen ist. Als Hauptinsel unterliegt Teneriffa einem starken Anstieg der Bevölkerungsdichte und mit über 900.000 Einwohnern übertrifft sie sogar die balearische Insel Mallorca.

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Wer also die komplette Ruhe und den Individualtourismus sucht sollte lieber nach La Gomera oder Lanzarote fliegen. Uns hat der Urlaub dennoch entspannt und wir waren von der Herzlichkeit der Insulaner gegenüber Kindern wirklich begeistert. Zudem gibt es natürlich massenhaft Besuchermagnete und man kann sich in viele Abenteuer stürzen.

1. Der Teide Nationalpark

IMGP2093Der Vulkan Teide ist mit seinen 3718 Metern der höchste Berg Spaniens und absolut beeindruckend. Der Nationalpark liegt in Höhen ab 2000 Metern und kann es locker mit der Schönheit der amerikanischen Nationalparks aufnehmen. Wir waren komplett begeistert von der Vielfältigkeit der Natur und der Sternwarte, die an der Spitze der Insel wie ein gerade gelandetes Raumschiff aus der Landschaft empor ragt. Man sollte jedoch unbedingt in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang den Park besuchen, da man sonst von Besuchermassen überrollt wird, die vom Süden her mit Bussen zum Teide Nationalpark gekarrt werden.

Allein dieser atemberaubende Vulkan mit seiner kraterartigen Mondlandschaft lohnt einen Besuch auf Teneriffa. Hier fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten und erlangt den Eindruck über den Wolken zu schweben.

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2. Der Siam Park im Süden der Insel

Der Siam Park in Costa Adeje ist ein richtiges Abenteuerland und zugleich der grösste Wasserpark der Welt. Hier kann man im freien Fall von einem Turm rutschen und am Ende durch einen Haitunnel sausen. Auf magische Weise fühlt man sich ins exotische Thailand versetzt, läuft durch wunderschöne Gärten oder schwimmt auf Reifen einem endlos scheinenden Fluss entlang, der entweder ruhig vor sich hin plätschert oder in wilder Fahrt gleichfalls im Haitunnel endet. Zur Hochsaison ist hier sicherlich viel los. Wir mussten leider in nicht geheizten Pools frieren, hatten aber trotzdem mächtig Spass, denn es war einer der wenigen Tage, an dem die Sonne schien.

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3. Der Loro Park bei Puerto de la Cruz

Dieser riesengrosse Tierpark wurde von einem Deutschen gegründet, der ursprünglich nur Papageien (Loro) hielt. Aus diesem Park wurde ein Zoo der Superlative, der das grösste Pinguinarium der Welt beinhaltet. Hier kann man vor allem Königs- und Kaiserpinguine beobachten. Das Highlight des Parks ist unter anderem „Katandra“, eine riesige Freiluftvoliere, in der man auf Hängebrücken bis hoch in die Bäume klettern kann. Die Orca- und Delfinshows bilden für die Kinder den krönenden Abschluss dieses Besuchs. Alle Gehege sind mustergültig angelegt und der Zoo trägt mit seiner Aufzucht- und Forscherstation zum Erhalt der Tiere bei.

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4. Unsere Hacienda im Nordwesten der Insel

IMGP2019IMGP2018Unsere Hacienda De Las Cuatro Ventanas ist sicherlich ein kleiner Geheimtip auf der Insel, da der Besitzer Alberto erst vor einem Jahr seine Tore geöffnet hat. Diese kleine Oase ist liebevoll gepflegt und hat einen wunderschönen Infinity Pool mit tropischen Garten. Leider konnten wir diesen nur sehnsüchtig beäugen, da es einfach viel zu kalt zum Schwimmen war. Die einzelnen Apartments sind sehr stylisch und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Auf Wunsch kann man sich morgens Semmeln, Croissants und Brezen von einem deutschen Bäcker liefern lassen. Zusätzlich können Massagen gebucht werden und der Weg zum idyllischen Surferstrand „El Socorro“ ist auch nicht weit. Hier haben wir im kleinen Standkiosk übrigens das beste Essen zu günstigen Preisen und immer guter Laune des Wirtes genossen. Der nicht weit entfernte Strand „Playa Bullullo“ ist ebenfalls ein kleines Geheimnis mit toller Strandbar im Sommer.

Alberto hat für seine Gäste immer ein offenes Ohr und gibt gerne Auskunft über das Land und seine Leute. Leider können wir unser Apartment „La Bodega“ nicht rundum empfehlen, da es doch sehr hellhörig war, denn über uns lagen noch zwei weitere Apartments. Auch Nachts hörte man die Autos und Motorräder ziemlich laut auf beiden Strassen fahren. Dennoch glauben wir, dass Albertos Unterkunft ein kleines Juwel auf der Insel ist.

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5. Die Unesco Stadt La Laguna

Die Stadt La Laguna mit der ersten Universität auf den Kanaren und ihrem Bischofssitz wurde zum Unesco Weltkulturerbe erhoben. Hier findet man fast überall ein lauschiges Plätzchen unter Palmen, kann gut essen oder auch in den vielen kleinen Geschäften einkaufen. La Laguna ist das kulturelle Herz Teneriffas und auf jeden Fall einen Besuch wert.

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