Ein Mobile aus Fundstücken


Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit das Kulturwerkstatt HAUS 10 im Kloster Fürstenfeld zu entdecken. Dort ist vom 23.09.17 bis zum 8.10.17 die Ausstellung „Gras im Asphalt“ zu sehen.

Die Ausstellung reflektiert ein neues Naturverständnis und zeigt Werke verschiedener Künstler. Besonders beeindruckt haben mich die Kleidungsfragmente aus Naturmaterialen von Doris Trummer.

Sie hat auf zauberhafte Weise in ihrem Werk Pusteblumen-Samen zu Elfenschuhen verarbeitet. Sie scheinen fast im Schaukasten zu schweben und der Betrachter erwägt für einen kurzen Moment, ob die Schuhe tatsächlich von Elfen stammen könnten. So als ob ein Spaziergänger sie im Wald fand und zur Freude Aller in eine Ausstellung gebracht hat.

Dies ist ein schönes Gedankenspiel und man versetzt sich für einen Augenblick in den Wald und stellt sich diese wundersamen Wesen vor. Da passt das Kleid aus Wespennestern, das die Künstlerin erstellt hat, perfekt in meine Fantasie. So sehe ich die zarten Geschöpfe vor mir, wie sie ihre fragilen Modeschätze zur Schau tragen.

Wesentlich irdischer kommen da die schönen Mobiles von Pila Sippel daher, die sie aus natürlichen Fundstücken erstellt hat. Sie zeigen die Zerbrechlichkeit und Schönheit der Vegetation.

Mein Mobile, das ich ähnlich dieser Vorlage gebaut habe, besteht zudem aus Gegenständen, die ich Zuhause hatte. Es kommen zum Beispiel Holzkugeln, Glasperlen und Pfauenfedern ins Spiel, die ein schmuckloses Dasein in staubigen Schubladen gefristet haben. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Als erstes habe ich aus vier Stöcken eine Art Halterung gebaut, die ich in der Mitte mit einem Draht fest umwickelt habe. Danach habe ich den Draht mit einer festen Paketschnur erneut umwickelt, damit er nicht mehr zu sehen ist. Zum Schluss habe ich die Aufhängung mit bunten Glasperlen verziert.

Jedes einzelne Element wurde mit einer Schnur umwickelt und am Schluss verknotet. Mit einer Schlaufe versehen kann man sie nun variabel an das Mobile hängen und die verschiedenen Gewichte der Elemente austarieren, damit ein Gleichgewicht entsteht. Die Stöcke wurden von den Kindern mit Acryl-Farbe und Glitzer-Staub verziert.

Mir gefällt das Ergebnis wirklich gut, denn es bringt etwas Verspieltes in das Haus und erinnert mich an den schönen Sommer…

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