Auf geht´s zum Endspurt!

image5Als echtes Münchner Kindl bin ich natürlich ein absoluter Wiesn Fan und würde am liebsten jede Saison ein neues Dirndl kaufen. Mittlerweile besitze ich vier verschiedene und muss mich am Riemen reissen, dass es nicht mehr werden. Ich freue mich wie ein kleines Kind auf die erste Zuckerwatte im Jahr, rot kandierte Äpfel, gebrannte Mandeln, ein Lebkuchenherz und an oberster Stelle natürlich die erste Mass Bier mit anschliessender Achterbahnfahrt.

Mein Hang zu jeglichen Vergnügungsparks teile ich glücklicherweise mit dem Familienhäuptling und zumindest unser grosses Mädchen weiss das zu schätzen. Egal ob Karneval auf Teneriffa, Oktoberfest oder Kindergeburtstag, sie liebt es ganz vorne mit dabei zu sein. Ganz anders als unser Junge, der zwar schon frühmorgens von Mama in die Lederhosen gesteckt wurde, aber spätestens bei Oma einen Rückzug machte, als wir das Baby abgeben wollten und er die Playmobilwelt im grosselterlichen Haus keinesfalls verlassen wollte.

So zogen wir zu dritt los und unser Wiesn Besuch hat sich mehr als gelohnt. Die Sonne schien und der bayerische Himmel erstrahlte in seinen Farben Weiss-Blau. Wir sind als erstes auf die Oide Wiesn gegangen, die sich jetzt zum vierten Mal seit der 200 Jahre Feier jährt. Sie ist von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet und kostet drei Euro Eintritt. Der ist jedoch mit Kindern bestens investiert, da dann jedes Fahrgeschäft  nur noch einen Euro kostet. Dort kann man die nostalgischen Volksfestattraktionen wie das Kettenkarussell und die Schiffschaukel fahren, Zuckerwatte essen, ins Herzkasperl Festzelt gehen und bekannten Wiesn Schmankerl verdrücken.

image2Mein absolutes Highlight war jedoch das Fahrgeschäft Calypso aus den 60er Jahren. Es wurde 1959 gebaut und kann locker mit den neuesten Fahrgeschäften mithalten. Es wird sogar ziemlich rasant und je schneller es sich drehte, desto lauter juchzten wir und es war eine wahre Freude bei Musik und Sonnenschein durchgewirbelt zu werden. Danach war der Kopf frei von Gedanken und ich fühlte mich selbst als Kind. Als Bestätigung dafür sagte der Budenmann vom Bällewerfen „wenn des überhaupts Dei Tochter is.“ Dass ich mich über das nicht ganz ernstgemeinte Kompliment freute, amüsierte meinen Mann. Das machte mich wiederum grantig und ich verlor ein wenig meine locker, leichte Radlerbierstimmung.

Einen Elsa und Olaf Luftballon später und um einige Euro ärmer, verliessen wir die Oide Wiesn, um noch einen kurzen Blick auf unsere schöne Bavaria zu werfen und am Teufelsrad vorbei zu laufen. Das ist übrigens für alle Erwachsenen ein absolutes Muss auf der Wiesn. Am besten gleich nach der zweiten Mass, denn nach der dritten werd´s sonst nix mehr. Also auf geht´s zum Endspurt!

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