Ein lang gehegter Wunsch wird wahr

Unglaublich aber wahr. Ich habe mir einen weiteren Wunsch auf meiner Liste für dieses Jahr erfüllt! Kurz nach Sylvester haben mein Mann und ich eine Liste erstellt, auf der wir unsere Wünsche eintragen, die wir uns während des Jahres erfüllen möchten. Ab und an holen wir diesen Zettel aus der Schublade, um nachzusehen wie gut wir im Rennen liegen.

Dort stehen so Sachen drauf wie Gitarrenunterricht nehmen, Rollenspiel mit Freunden, Yogalehrer-Ausbildung oder Italienischkenntnisse auffrischen. Ich muss sagen, dass uns das ungemein hilft im Alltag nicht komplett auf der Strecke zu bleiben. Mein Mann geht seitdem regelmässig in seinen Gitarrenunterricht und ich habe wieder begonnen einmal die Woche Dressurstunden zu nehmen.

Auf jeden Fall stand bei mir ganz oben auf der Liste, dass ich auf einem Flohmarkt verkaufen möchte. Gesagt getan. Ich durchforstete den Keller und meine Schränke. Danach packte ich mein Auto bis unter´s Dach voll mit Schmuck, Klamotten und Krimskrams aus aller Welt. Zudem noch eine Bierbank und zwei Kleiderstangen, um die Klamotten schön präsentieren zu können.

Als Jugendliche habe ich unglaublich viel Zeit darauf verwendet auf Flohmärkte zu gehen und jeglichen Klimbim mit nach Hause zu schleppen. Angefangen von Koffern und  Taschen bis hin zu Metalldosen, Kerzenständern und Postkarten. Ich konnte in meinem  Zimmer einfach Alles gebrauchen und das bunte Allerlei staubte in den Ecken vor sich hin.

Eine Zeit lang trug ich nur Second-Hand Klamotten, die ich zu horrenden Preisen im Münchner Kleidermarkt kaufte. Meine Mutter sagte mir damals, dass sie meine Second Hand Lederjacke nicht mal mehr als Hundedecke benutzen würde. Doch das hielt mich keineswegs von meiner Leidenschaft ab.

Doch dieses Mal sollte es anders sein und ich wollte mich von meinem alten Krempel befreien und Raum für Neues schaffen. Einfach mal wieder rauskommen, mit anderen Leuten sprechen und einen sonnigen Tag erleben.

Mein Flohmarkttag machte mich überaus glücklich und es hätte nicht besser laufen können. Die Sonne schien, ich lernte nette Leute kennen, führte unterhaltsame Gespräche und setzte nebenbei noch über 300 Euro um. Es war mir eine Freude mit anzusehen, dass ich Leute mit meinen günstigen Sachen glücklich machen konnte und ich wieder Raum schaffen konnte.

Falls auch Ihr Lust haben solltet auf einem Flohmarkt zu gehen, habe ich hier ein paar tolle Tipps für Euch. Ich habe sie bei Gesa gefunden, die auf LILY´S DIARY schreibt. Ich hoffe ich konnte Euch mit meiner Leidenschaft ein wenig anstecken!

Hier die 10 Tipps zum erfolgreichen Verkauf:

  • Regel Nr.1 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Sieht cool aus!

Das Wichtigste, um erfolgreich auf dem Flohmarkt verkaufen zu können, ist, dass du cool aussiehst! Vergiss deine angebotenen Produkte und konzentrier dich auf deinen Look des Tages. Es gilt der Feiertags-Geburtstags-Sonntags-Dresscode! Das darf auch mal overdressed sein. Der Mensch lässt sich nämlich ziemlich schnell linken und glaubt, er würde sich ein Stück von deinem Stil abschneiden, wenn er dein ausgewaschenes Top von vor 3 Jahren kauft. Das ist traurig, kommt aber im Vibe des Flohmarkthypes immer wieder vor.

  • Regel Nr.2 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Hab Spaß!

Wir bleiben bei dir als Verkäufer und Aushängeschild der Produkte. Ein voll besuchter Stand und gleich darauf die volle Kasse steht und fällt damit, ob du selbst Spaß am Flohmi hast! Mit runtergezogenen Mundwinkeln wie ein Schluck Wasser gähnend in der Ecke rumhängen und darauf warten, dass sich jemand für deinen letzten Kram interessiert, den du danach wohlmöglich eh wegschmeißt, bringt ziemlich wenig und schreckt eher ab. Wenn du selbst nicht von deinen Produkten überzeugt bist – wer dann? Ich habe mit „Sitzern“ zwar oft Mitleid, halte mich aber fern. Steh dir lieber deine Beine in den Bauch und zieh die Mundwinkel hoch – schon kommen die Leute und bringen den Spaß gleich mit. Ein Teufelskreis, wenn man so will.

  • Regel Nr.3 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Komm in der Gruppe!

Und weil man Spaß am besten unter Freunden hat, verkauft am besten gleich zusammen. Ist mal Flaute am Stand versprüht ihr trotzdem gute Laune und schwupp, lockt ihr wieder Leute an. Und wenn immer noch keiner kommt, habt ihr trotzdem Unterhaltung und ein schönes Erlebnis. Außerdem baut die nächste Regel auf der Gruppen-Regel auf.

  • Regel Nr.4 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Lockvogel arrangieren!

Diese Regel baut auf der Gruppen-Regel auf. Der Mensch ist manchmal ein bisschen schüchtern. Flaute an deinem Stand zieht somit schnell einen gefährlichen Rattenschwanz mit sich: denn wo keiner ist, da will auch keiner hin. Glücklicherweise ist der Mensch aber auch neugierig – ja gar sensationsgeil! Darum brauchst du für ruhige Phasen einen Lockvogel, der sich für deinen Stand interessiert und den Besuchern deinen Stand interessant macht. Wenn sich dann erst mal die Traube gebildet hat, werdet ihr die Leute so schnell nicht mehr los und die Nachbarn erblassen vor Neid! Das ist wirklich faszinierend und funktioniert fast immer!

  • Regel Nr.5 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Spieglein Spieglein…

Wenn du Kleidung, Schuhe und Schmuck verkaufst, denk um Gottes willen an den Spiegel!

  • Regel Nr.6 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Fishing for Compliments!

„Das habe ich selbst auch, das ist gaaanz toll.“ Solche Verkäuferinnen nerven! Aber bei euch stimmt es endlich mal – und deswegen dürft ihr damit hausieren gehen. Wenn ich sehe, dass eines meiner Stücke einem Mädel oder Typ richtig gut steht, dann sage ich das auch! Vor allem, weil ich es dann richtig gerne weiterverkaufe.

Flohmarkt

  • Regel Nr.7 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Tischlein deck dich!

Kommen wir zu den Produkten: Wir sind hier auf dem Flohmarkt, es gibt also Altes und Gebrauchtes. Deswegen muss man es aber nicht behandeln, als läge es schon in der Mülltonne und auf Wühlmäuse warten. Es gilt: Weniger ist manchmal mehr. Gerne darfst du auch kleine Podeste bauen und Lieblingsstücke highlighten. Meistens stellt sich ziemlich schnell ein Publikumsmagnet heraus, diesen versuche ich dann auch bis zum Ende unverkauft zu lassen, um möglichst viele damit anzulocken. Assi oder?

  • Regel Nr.8 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Kombiniere!

Ich bin Legastheniker, wenn´s darum geht, auf einem Flohmarkt tolle Kleidungsstücke zu finden, die zu meinem restlichen Kleiderschrank passen. Ich möchte behaupten das geht vielen so. Und deswegen müssen wir ein bisschen Hilfestellung geben: indem wir schon Kombinationsmöglichkeiten vorschlagen. Zerfetzte kurze Jeans? Toll, dann hast du bestimmt noch irgendwo ein lässiges kurzes Top, Bikinioberteil und Sonnebrille rumfliegen, das du dazu legen kannst.

  • Regel Nr.9 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Entschuldige dich nicht!

Nichts ist schlimmer, als auf die Frage nach dem Preis mit Folgendem zu antworten: „Ja also weißt du, das war ziemlich teuer! Und ich hab´s eigentlich auch nur einmal getragen… Ach und die Knöpfe sind sogar handgemacht. Also vielleicht…8€????“ Mit so einem fragenden Blick wird das leider nichts. Wenn ihr beim Flohmarktverkauf erfolgreich sein wollt, dann müsst ihr überzeugt von eurem Preis, vor allem aber überzeugt von eurem Produkt sein. Keine Rechtfertigungen! Ich sage nicht, dass ihr nicht handeln dürft. Aber eine gewisse Überzeugung kann dabei nicht schaden.

  • Regel Nr.10 beim Verkauf auf dem Flohmarkt: Obacht bei der Platzwahl!

Ich persönlich habe in geschlossenen Räumen keine gute Erfahrung mit Plätzen direkt an der Eingangstür gemacht. Die Leute wollen nicht kaufwütig und gierig daher kommen, rennen also panisch aus der Zone der beobachteten Ankömmlinge, um dann im Getümmel unterzutauchen und zuzuschlagen. Außerdem zieht´s da!

Rhabarber Baiser Kuchen

Dieser Johannisbeer Baiser Kuchen ist einer meiner absoluten Lieblinge auf einer langen Liste an guten Kuchen. Er schmeckt einfach köstlich und ist zugleich saftig und frisch. Der perfekte Sommerkuchen also.

Nachdem unser Sommer in diesem Jahr mal wider auf sich warten lässt, möchte ich Euch mit diesem schnellen Rezept ein paar Sonnenstrahlen schicken und etwas gute Laune verbreiten.

Dieses wunderbare Rezept habe ich von einer Freundin erhalten, die es wiederum von ihrer Mama hat. Seht selbst wie schnell und einfach dieser Kuchen gebacken ist und vernascht ihn danach in Ruhe mit Euren Liebsten!

Hier ist das Rezept:

120 g Butter, 3 Esslöffel Zucker, 1 Packung Vanillezucker, 3 Eigelb, 150 g Mehl, 50 g Kartoffelmehl, 1/2 Tl Backpulver verrühren.

Den Teig anschließend in eine gefettete, runde Backform geben und einen circa 3 cm hohen Rand an der Seite formen. Auf den Teig etwas Semmelbrösel streuen, 500 g Rhabarber auf den Boden verteilen.

Für Farce:

3 Eischnee, 150 g Zucker, 50-100g geraspelte Mandeln.

Den Eischnee mit Zucker sehr steif schlagen, Mandeln darunterheben und Farce auf den Rhabarber verteilen.

Auf 175 Grad 30 – 40Min backen.

Chocolate Salted Caramel Tart

Ich möchte Euch diesen ziemlich aussergewöhnlichen Kuchen schmackhaft machen. Er trägt den wunderbaren Namen Chocolate Salted Caramel Tart und löst eine wahre Geschmacksexplosion auf der Zunge aus. Ich habe ihn als Desert vorbereitet und er ist ziemlich gut angekommen. Die Mischung aus sehr süss und salzig ist etwas ganz besonderes.

Dieses tolle Rezept habe ich auf Ellas Blog Home Cooking Adventures gefunden. Dort hat sie auch ein Video eingestellt, das genau zeigt, wie man diesen Kuchen backt. Solltet Ihr Lust verspüren einmal einen etwas anderen Kuchen zu backen, legt sofort los!

Hier findet Ihr das Rezept (leider nur auf Englisch):

  • Almond Chocolate Sweet Pastry
  • 1 1/4 cups (160g) flour
  • 1/4 cup (30g) ground almonds
  • 1/4 cup (30g) unsweetened cocoa powder
  • 1/4 cup (50g) sugar
  • 1/4 tsp salt
  • 1 stick (110 g) cold unsalted butter, cut into small (1/2-inch) cubes
  • 1 tsp vanilla extract
  • 1 egg
  • 1-2 tbsp ice water
  • Caramel
  • 1 1/2 cups (300 g) sugar
  • 1/2 cup water
  • 1/2 cup (120 g) heavy cream
  • 5 tbsp (70 g) unsalted butter
  • 1 tsp salt
  • Chocolate Ganache
  • 1/2 cup (120 g) heavy cream
  • 4 oz (120g) bittersweet chocolate, chopped
  • Garnish
  • sea salt crystals

 

Directions

  1. Prepare the sweet pastry. In a large bowl mix flour with ground almonds, cocoa powder, sugar and salt.

2. Incorporate butter to the flour mixture, using a pastry blender, a fork or a pastry processor, until crumbs are formed. Add the egg and vanilla extract and mix them in. Add water and incorporate into the dough. Wrap it with plastic, knead slowly to form a disc and refrigerate for at least 30 minutes or overnight.

3. On o floured surface or over the plastic wrap roll the dough to a circle with about 1 1/2 inches larger than your tart pan. Lift up the rolled dough and place it on a greased 9 inch tart pan. Remove the edges and refrigerate for 30 minutes before baking.

4. Prick the dough with a fork, line a parchment paper over the dough. Fill with dry beans, rice or pie weights.

5. Bake for 15 minutes in preheated 350 F (180C) oven. Remove the weights and the parchment paper. Return to oven for another 10 to 15 minutes. Allow to cool before removing from the tart pan.

6. Prepare the caramel.  Place the sugar and water in a medium heavy bottomed saucepan over medium-high heat, and cook without stirring until sugar dissolves and gets a caramel color.

7. Remove the pan from the heat and add the cream. It will bubble a little bit.

8. Cook for about 1 or 2 minutes stirring constantly with a wooden spoon until smooth. Remove from heat and add butter and salt. Stir well until smooth.

9. Let the caramel cool slightly and pour over the chocolate crust. Refrigerate for about 4-5 hours.

10. Prepare the chocolate ganache. Heat the cream in a small saucepan. When the cream just begins to boil at the edges, remove from heat and pour over the chopped chocolate. Let sit one minute, then stir until smooth.

11. Pour the chocolate ganache over the caramel. Spread it evenly and refrigerate for another 2-3 hours before serving. Sprinkle with sea salt flakes and serve.

 

 

Trippel Trappel Pony

Bei uns in der Familie liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde. Zumindest bei den Grossen und mir. Sobald wir etwas besonders Schönes machen wollen, fahren wir zum Reiten nach Pflaumdorf auf den Ponyhof. Dort können wir nach Lust und Laune unsere Pferdeliebe ausleben und Ponys führen, striegeln und reiten.

Auf dem Ponyhof Pflaumdorf dürfen wir uns wie auf dem Immenhof fühlen und als in den Pfingstferien eine komplette Gruppe von circa 30 Shetland Ponys los geritten ist, fühlte ich mich an die schönen Filme erinnert. Wer übrigens Sehnsucht nach den alten Filmen verspürt, wird natürlich im Internet oder auf YouTube fündig.

Es gibt sogar eine Homepage, die sich dem Immenhofkult verschrieben hat und die einen in Nostalgie schwelgen lässt. Ich träume derweil von meinem eigenen Pferd, das mir als  Kind versprochen wurde. Dieser Traum wurde aber leider nie erfüllt. Doch wer weiss, vielleicht eines Tages…

Unser Emily Erdbeer Mädchen

Als ich letztens unser kleines Mädchen beim Spielen beobachtete, ist mir bei ihrem Anblick Emily Erdbeer wieder eingefallen. Sie hat sich in den 80er Jahren in sämtliche Spielzimmer mit ihrem Erdbeerduft eingeschlichen.

Das mutige, kleine, rothaarige Mädchen mit ihrer grün-weiß-gestreiften Strumpfhose lebte mit ihren Freunden in einer Miniaturwelt. Im verspielten Erdbeerland geht es um Freundschaft und Humor und ich war ein grosser Fan von diesem liebenswerten Mädchen. Besonders von ihrem süssen Duft nach Erdbeeren, der an Stiften, Radiergummis und Haarspangen klebte.

Auf der Suche nach Emily Erdbeer, bin ich im Internet auf ihre wundersame Verwandlung getroffen. Sie hat sich vom herzigen, dickbackigen Mädchen zu einer Art Erdbeer-Barbie verwandelt. Diese Wandlung der Zeit und die damit einhergehende Modernisierung eines wirklich süssen Mädchens stimmt mich ein wenig traurig.

Da schaue ich mir doch lieber unser eigenes Erdbeer Mädchen an und erinnere mich an eine Emily Erdbeer aus meiner 80er Jahre Kindheit. Ich zeige Euch im Folgenden die Bilder von Emily Erdbeer von 1980 -2009:

 

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Beeren Schmandtorte mit Knusperboden

Zutaten für ca. 16 Stücke

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 25 g Kokosfett (z. B. Palmin)
  • 100 g Cornflakes
  • Für die Creme
  • 10 Blatt weiße Gelatine
  • 500 g Schmand
  • Saft von 1 Zitrone
  • 125 g + 1 EL Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500 g Schlagsahne
  • 450 g Beeren (z. B. Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren)

Zubereitung in 40 Minuten

  1. Für den Boden Schokolade in Stücke teilen und mit Kokosfett im heißen Wasserbad schmelzen. Cornflakes mit den Händen in einer Schüssel etwas zerdrücken und mit Schokolade mischen. Mischung im Tortenring (26 cm Ø) zu einem flachen Boden andrücken. Ca. 30 Minuten kalt stellen.
  2. Für die Creme 8 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Schmand, Zitronensaft, 125 g Zucker und Vanillezucker ver­rühren. Sahne steif schlagen. 8 Blatt Gelatine ausdrücken, auflösen und mit 2–3 EL Schmandcreme verrühren, dann unter die übrige Creme rühren. Sahne unterheben. Creme auf dem Boden glatt streichen. Ca. 2 Stunden kalt stellen.
  3. Für den Beerenspiegel 2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Beeren verlesen und eventuell waschen. Mit 1 EL Zucker pürieren und durch ein Sieb streichen. Gelatine aus­drücken, auflösen und nach und nach mit Beerenpüree verrühren. Fruchtmasse auf der Creme verteilen, Torte weitere 2 Stunden kalt stellen. Aus dem Ring lösen, servieren.

Kleine werden gross

Grosses Gefühlskino! Die Kleine wird gross und wir haben ihren ersten Geburtstag gefeiert. Auch wenn wir bereits zum dritten Mal einen ersten Geburtstag feiern durften, fährt meine Gefühlswelt an diesem Tag Achterbahn und ich stolpere vom Weinen ins Lachen und umgekehrt.

Mein Herz steht himmelweit offen, Schmetterlinge rasen durch den Bauch und meine Gedanken springen querbeet. Einerseits ist man stolz auf sich und das Kind, was man gemeinsam bewältigt hat und andererseits ist man so ergriffen davon wie aus dem Baby ruckzuck ein Kleinkind wurde.

Wie viele Windeln haben wir in diesem Jahr gewechselt? Vielleicht 1500? Wie oft die Brust gegeben oder Fläschchen erwärmt? An die 2000 Mal? Wie oft haben wir getröstet, als das erste Zähnchen kam, der Bauch drückte, die Nase vom ersten Schnupfen verstopft war, die Kleinen beim Krabbeln oder Sitzen umkippten oder sich erschreckten? An die 1200 Mal?

Wie sehr haben wir uns gefreut, als das erste „Mama“, „Papa“ oder „WauWau“ kam? Du hast das erste Mal gelacht, geweint, geschrien und gelallt. Du bist unsere ganze Welt und manchmal sind wir einfach nur so müde und erschöpft und fragen uns wo wir selbst noch sind? Doch dann haben wir uns wieder erholt und einen Kaffee getrunken und können das ganze Glück neu fassen. Wir können so stolz auf uns sein! Wir sind Eltern! YEAHHHHH!

An diesem besonderen Tag habe ich mein kleines, geheimes Ritual für mich. Ich liege am Abend im Bett und gehe den Moment der ersten Wehe bis zur Geburt des Kindes Schritt für Schritt in meinen Gedanken nach. Ich erlaube mir jede Minute nochmals nachzuspüren und bin unheimlich stolz auf dieses Wunder, das erschaffen wurde und ich auf die Welt bringen durfte.

Natürlich gehören sämtliche Geburtstagslieder am Morgen, brennende Kerzen, Geschenke und ein saftiger Gebursttagskuchen unbedingt dazu. Dieser Geburtstag unserer kleinen Maus konnten wir nur im kleinsten Kreise feiern, da ich leider krank war und ich die Gäste wieder ausladen musste. Dennoch schmückte ich soweit es ging und versuchte es ein wenig feierlich zu machen.

Am Nachmittag sassen meine drei Kinder und ich allein in unserem Wintergarten und aßen den Schokoladenkuchen mit Kirschen. Gerade weil wir so vereint und ein wenig einsam waren, fühlte sich dieser Tag ganz besonders an. Wir sind so stolz auf unser kleines Mädchen, das alles so gut macht.

Jetzt entlasse ich Euch mit einem wundervollen Rezept für einen saftigen Marmorkuchen mit Sauerkirschen und Schokoladensauce. Perfekt also für einen ersten Geburtstag!

Das Rezept habe ich von Bine geklaut, die den Blog was eigenes schreibt.

300 g Butter geschmeidig rühren und mit 275 g Zucker, 1 Päckchen Vanillin Zucker,
5 Eier, eine Prise Salz schaumig schlagen. 500 g Weizenmehl, 1 Päckchen Backpulver unterrühren und 125 ml Milch (oder soviel, dass der Teig schwer reißend vom Löffel fällt) dazugeben und verrühren.

2/3 des Teiges in eine gefettete Marmorkuchenform, Napfkuchenform oder Springform füllen. 30 g Kakao, 25 g Zucker, 2-3 Eßl. Milch zum verbleibenden Teig geben und rühren.

Den dunklen auf den hellen Teig geben und mit einer Gabel spiralförmig durch die Teigschichten ziehen. Bei 175-200 Grad (vorgeheizt!) ca. eine Stunde im Ofen backen.

In meinen Kuchen kommt nicht nur Kakao für die dunklen Flecken, sondern auch Schattenmorellen. Erst den Teig in die Form giessen und dann die roten Leckerchen darauf verteilen.
Eindrücken muss man sie nicht, sie sacken beim Backen in den Kuchen ein. Der Kuchen schmeckt dadurch schön saftig und fruchtig! Und wenn genügend Zeit da ist, kommt noch eine Schokoglasur drüber, sonst nur Puderzucker und dazu ein Schlag Sahne! Köstlich!