Vor den Toren des Kaltenberger Ritterturniers

Eigentlich wollten wir schon letztes Wochenende zum Kaltenberger Ritterturnier gehen, doch leider hat es an diesem Abend in Strömen geregnet und die Kinder waren schon ziemlich müde. Wir hatten bereits auf dem Parkplatz für Wohnmobile geparkt und wollten eine kurze Runde über das Festgelände laufen.

Doch leider stand der Ticketpreis für die Gauklernacht nicht im Verhältnis zu der kurzen Zeit, die wir vor Ort gehabt hätten. Somit haben wir uns schweren Herzens gegen den Eintritt entschieden und beschlossen ein anderes Mal zurückzukehren.

Daraufhin ist für unseren kleinen Ritter eine halbe Welt zusammen gebrochen und wir mussten ihn unter grossem Wehklagen zurück zum Camper bringen. Es wurde für uns eine ziemlich kalte Nacht im Camper und von weitem hörten wir die Jubelrufe der begeisterten Zuschauer und zu später Stunde das Feuerwerk. Eine Party also, der wir nicht beiwohnen konnten.

Umso mehr freuen wir uns, dass ich Pressekarten für das Tagesturnier am kommenden Sonntag bekommen habe. Die Kinder sind jedes mal Feuer und Flamme, wenn sie Ritter Erich laut zujubeln dürfen während er gegen den schwarzen Ritter kämpft. Wir können es also kaum erwarten und ich werde nächste Woche ausführlich davon berichten.

Falls auch Ihr Lust habt die Kaltenberger Ritterspiele zu sehen, könnt Ihr das noch an den zwei folgenden Wochenende vom 21.7-23.7 oder vom 28.7-30.7 machen. Freitags findet das Nachtturnier statt, Samstags das Abendturnier und Sonntags das Tagesturnier, das besonders für Kinder gut geeignet ist.

Unser Hotel California

Wir hatten letztes Wochenende das Glück den California Camper von VW in der Beach Version testen zu dürfen. Nachdem wir meist mit drei Kindern unterwegs sind, kommt für uns die Ocean Version mit Kühlschrank, Küche und anderen Annehmlichkeiten leider nicht in Betracht. Die Sitzreihe auf der Rückbank würde dann nur Platz für zwei Mitreisende bieten.

Das Aufstellen des Daches zur Nacht mussten wir manuell übernehmen, da es nur in der Coast und Ocean Version elektrohydraulisch funktioniert. Das Umfunktionieren ging jedoch recht schnell und unkompliziert vonstatten und wir hatten in Kürze ein bequemes Schlafquartier. Natürlich muss man sich zu fünft sehr eng aneinander kuscheln beim Schlafen. Doch solange die Kinder klein sind, klappt das ganz gut, zumal wir im Hinblick auf das Familienbett gut trainiert sind.

Ein echter Nachteil war jedoch, dass wir in der Nacht (zumindest im oberen Stock) trotz eines Daunenschlafsacks mächtig gefroren haben. Zwar hält das Aufstelldach einen plötzlichen Platzregen zuverlässig ab, doch Wind und Kälte lassen sich von der Zeltmembran nicht abhalten. Somit kann ich das Schlafen im Camper nur in den Sommermonaten guten Gewissens empfehlen.

Mit unserem Wochenende im Hotel California ging ein kleiner Traum für mich in Erfüllung. Zumindest im Kleinen. Das Gefühl von Freiheit, einem Roadtrip und die Verbundenheit mit der Natur lassen mich von einem Leben mit weniger Verpflichtungen träumen. Mehr Zeit füreinander haben und mit weniger Geld auskommen wäre ein neues Lebensgefühl.

Dass dieser Traum vom Hippie-Leben erstmal bezahlt werden muss steht außer Frage. Der günstigste California Camper startet im Basispaket ab circa 45.000 Euro. Das nenne ich schon fast Glamping! Ein echtes Zuhause auf vier Rädern! Die Ausstattung umfasst Camping-Features wie drehbare Vordersitze und integrierte Rollos zur Verdunklung. Zudem gibt es einen herausnehmbaren Campingtisch in der Schiebetür, der zusammen mit den in der Heckklappe transportierten Klappstühlen eine Sitzgruppe ergibt.

Wir haben unser Wochenende in vollen Zügen genossen und träumen jetzt von einem California Camper in weiss-babyblauer Zweifachlackierung. Unser Roadtrip endete übrigens in der Westernstadt Pullmancity in Eging am See. Der Freizeitpark befindet im Bayerischen Wald und bietet wirklich tolle Erlebnisse für Kinder und Erwachsene.

Im Tippizelt können die Kinder mit ihren Eltern Traumfänger, Trommeln, indianische Tanzstäbe und vieles mehr basteln. Natürlich gibt es auch Ponys zum reiten, die Kinder können Gold waschen und die American History Show in der Main Road bestaunen. Wir haben vor Ort am Campingplatz übernachtet und den Blick auf die Pferdekoppel in den frühen Morgenstunden genossen.

Das geheime Highlight und der Abschluss unserer kurzen Wochenendreise bildete der Besuch des Badestrandes am Eginger See. Wir waren dort fast alleine, genossen eine Rundfahrt mit dem Tretboot auf dem See, die Kinder tobten sich auf der Wellenrutsche aus und spielten im Sand und auf dem Spielplatz.

Seine Sinne im Wald schärfen und auf Spurensuche gehen kann man übrigens auf dem 4 km langen Rundweg um den Eginger See. Dieser Ort ist also in jeder Hinsicht eine Reise wert…

Der Ammersee Skulpturenweg

Der Skulpturenweg am Ammersee ist noch immer ein kleines Geheimnis. Viele kennen ihn noch gar nicht und selbst den Einheimischen blieb er zuweilen verborgen. Dabei ist ein Spaziergang oder eine Fahrradtour entlang dem Skulpturenweg die reinste Freude, denn es gibt 21 Kunstwerke am Wegesrand zu entdecken. Mit ein wenig Muse und einem Picknick im Gepäck wird dieser Weg zu einer wunderbaren Entschleunigung vom Alltag.

Dem Vorbeieilenden werden die Kunstwerke am Wegesrand verborgen bleiben, denn sie sind eins mit der Natur und fügen sich teils unsichtbar in ihre Landschaft ein. Auf 1,5 km Länge ist der Ammersee Skulpturenweg eine Belebung der Kunstszene am Ammersee. Alle Künstlerinnen und Künstler, die hier ihre Werke in schöner Umgebung präsentieren, wohnen und arbeiten um den Ammersee.

Manche Skulpturen sind groß, auffällig, leuchtend andere wiederum zunächst unscheinbar, aber wenn man sie entdeckt, verblüffen sie durch ihre Strahlkraft. Die Kunstwerke unterscheiden sich auch durch die unterschiedlichen Materialien: Holz, Metall, Bronze, Glas, Äste aus dem Wald oder Alu.

Man kann den Skulpturenweg über den Weingartenweg von Eching aus nach Schondorf bis zur Seepromenade begehen oder auch umgekehrt. Dem aufmerksamen Betrachter eröffnet sich hier eine eigene Welt, die bisher im Verborgenen blieb. An vielen Ecken wird man von neuen Eindrücken überrascht und werden Fragen aufgeworfen. Was könnten die neon-orangenen Magic Mushrooms am Baum bedeuten? Was hat es mit dem Verkehrsschild ähnlichen „Zeichen 282 ½“ auf sich? Sind wir ab jetzt grenzenlos frei in unserer Geschwindigkeit, in unserem Raum und unserer Zeit?

Überdimensionierte, detailgenaue Wäscheklammern klammern sich an die Bäume. Die Größe der Klammern ist eindrucksvoll. Halten sie die Bäume oder umgekehrt? Was kann man damit machen? Anschauen, nachdenken, genießen, sich erfreuen! Diesen Skulpturenweg nur einmal zu begehen wäre ein grosser Fehler, denn er wirkt bei jedem Licht und zu jeder Jahreszeit komplett anders.

 

Das Kunstareal mit Kindern

Ich bin ja zugegebener Maßen eine grosse Verfechterin des Landlebens und würde jederzeit ein Plädoyer darüber halten, wie sehr sich der Mensch tief in seinem Herzen nach Natur sehnt und dort sein Glück findet. Nachdem ich selbst als Landkind gross geworden bin, ist meine Einstellung wenig verwunderlich und fast schon angeboren.

Natürlich zählen „Ronja Räubertochter“ und „Die Kinder aus Bullerbü“ zu meinem Lieblingsbüchern. Bücher, in denen sich Kinder in der Natur frei entfalten und Eltern, die diesen Freiraum zulassen. Die meisten Eltern wünschen sich für ihre Kinder dieses unbefangene Aufwachsen in Freiheit, doch meist ist die Umsetzung schwierig.

Dennoch ist es kein logischer Rückschluss von glücklichen Landkindern und weniger glücklichen Stadtkindern zu sprechen. Denn auf dem Land kann man die Kinder genauso gut vor dem Fernseher oder der Playstation „Dauerparken“ wie in der Stadt. Es kommt lediglich auf die Einstellung der Eltern an und was sie daraus machen. Auch in Städten kann man Regenwürmer suchen, durch Pfützen springen und grüne Rückzugsorte finden.

Doch wie sehr mir die urbane Kunst als Denkanstoß gefehlt hat wurde mir klar, als wir am Wochenende mit der Familie das Kunstareal besuchten. Dort fand zum dritten Mal das Kunstareal Fest mit einem vielseitigen und abwechslungsreichen Programm statt. Zwischen Antike und zeitgenössischem Experiment wurde ein Wochenende lang für alle Besucher freier Eintritt geboten und Zugang zu 130 kostenfreien Veranstaltungen an 32 Orten.

Zeitgleich fand zum 14. Mal das RischArt Projekt statt. Mit diesem Förderpreis werden in regelmäßigen Abständen Kunstprojekte gesponsert, die die Kunst in den öffentlichen Raum bringt und für jedermann zugänglich macht. Ein grosses Hurra! für Kinder, denn hier gibt es Kunst nicht nur zum Bestaunen, sondern in erster Linie zum Anfassen und Erleben.

Unsere Kinder saßen auf Stühlen, die von Schülern der „Schule der Phantasie“ frei gestaltet wurden. Die Aufgabe bestand darin einen einfachen Stuhl in einen Platz für Phantasie zu verwandeln. In einer blauen Pagode blieb Zeit dem „Gras beim Wachsen zuzusehen“ und in der Garteninstallation OFFEN LASSEN konnte man seine Hände im Wasser baden und die Kinder nahmen auf den Gartenmöbeln Platz.

Das diesjährige Motto vom RischArt Projekt lautet PARASYMPATHIKUS und beschäftigt sich genau mit meinem anfänglichen Stadt-Land Thema. Der Parasympathikus der auch „Herr des Schlafes“ genannt wird ist für die Erholung unserer eigenen Reserven notwendig. Der Sympathikus als Gegenspieler bewirkt bei Belastung oder Stress eine Leistungssteigerung. Sozusagen ein Bildnis für Natur und urbanes Leben.

Das Großstadtleben hat einige Vorteile. Nirgendwo sonst bieten sich so viele Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung. Gleichzeitig ist der Stadtmensch mit einer Vielzahl von Reizen konfrontiert. Vielen fällt es schwer kurz innezuhalten, sich abzugrenzen oder sich selbst wahrzunehmen.

Ruhe mitten in der Stadt, ist das überhaupt möglich? Diese Fragestellung wurde im Rahmen des 14. RischArt Projekts an sechs Künstler weitergegeben. Eingebettet in die besondere Atmosphäre des Kunstareals wird das Projekt für drei Wochen zum Ruhepol, ein temporärer Kunstort noch bis zum Sonntag, den 16. Juli 2017.

Absolut sehenswert!

 

Joghurtkuchen mit Himbeeren

Im ZEIT Magazin habe ich diesen wunderbar sommerlichen Joghurtkuchen entdeckt und am Wochenende gleich mal ausprobiert. Er stammt wohl aus unserem Nachbarland Frankreich und nennt sich gâteau au yaourt. Mann kann ihn wunderbar mit verschiedenen Früchten zubereiten. Ich habe mich für die Johannisbeeren aus unserem Garten entschieden.

Der Kuchenteig ist sommerlich leicht, einfach und schnell in der Zubereitung und schlichtweg köstlich im Geschmack. Genauso wie ein Kuchen sein soll! Falls auch Ihr ihn ausprobieren möchtet, findet Ihr hier das Rezept:

Für eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser: 150g Mehl, 1 guter TL Backpulver, 120 g Butter (ein wenig zum Einfetten der Form), 100g Zucker, 3 Eier, Mark von 1/2 Vanilleschote, 200g griechischer Joghurt, 40g Zucker, 200g Himbeeren oder andere Früchte;

In einer Schüssel Mehl und Backpulver gut verrühren, Butter bei mittlerer Hitze langsam zerlassen und mit Zucker und Eiern in einer anderen Schüssel vermengen, Vanillemark aus der Schote dazugeben. Die Mehlmischung hineinstreuen und mit dem Handrührgerät verrühren. Die Form buttern und den Teig hinzugeben.

Joghurt mit Zucker vermengen und auf den Teig gießen (nicht mit dem Teig vermengen). Die Früchte gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und dann bei 180 Grad Umluft 30-40 Minuten backen.

 

Eine Wickeltasche für alle Lebenslagen

Eine liebe Bekannte von mir aus Potsdam war so mutig und hat sich mit ihrer jungen Life-Style Marke Kids Journey selbständig gemacht. Ehrlich gesagt bewundere ich die Menschen, die es trotz Familie schaffen ein eigenes Unternehmen zu gründen. Da steckt  sehr viel Arbeit und Disziplin dahinter, doch sicherlich genauso viel Freude und Stolz.

Seit langem träume ich selbst von einem eigenen Laden und war kurz davor mir diesen Traum zu erfüllen, doch wie so oft im Leben hat die Vernunft gesiegt. Doch ich lasse mich gerne von vielen Müttern und Vätern in meinem Umkreis inspirieren. Die einen gründen ihr eigenes Café und bieten dort Nähkurse für Kinder an. Die anderen sind erfolgreich als Yogalehrerin oder bieten eine Dienstleistung zur Optimierung von WebPages an.

Doch zurück zu der Kids Journey Wickeltasche und meinem Produkttest. Für mich muss eine Wickeltasche stylisch und lässig sein. Natürlich sollte sie enorm praktisch sein und viel Platz für all den Krimskrams bieten, den man tagtäglich mit sich rumschleppt. Das heisst, sie sollte viele verschiedene Innen- und Aussentaschen haben und bestenfalls eine praktische Befestigung für den Kinderwagen.

Diese Kriterien soll eine gute Wickeltasche erfüllen und ich habe die Kids Journey Wickeltasche bei einer Fahrradtour auf ihr Können geprüft. Die erste positive Überraschung war, dass ich die Tasche mit den zwei Befestigungshaken sehr leicht an meinem Fahrradlenker befestigen konnte. Ich glaube zwar nicht, dass sie dafür vorgesehen ist, doch es hat wunderbar geklappt.

Die Wickeltasche besteht aus strapazierfähigem Material aus Baumwoll Canvas. In der Lieferung ist eine extra große Wickelunterlage enthalten, die praktisch zu falten ist. Wie versprochen kann die Befestigung an jeden Kinderwagen und Buggy problemlos montiert werden. Als Extra gibt es eine kleine Tasche zur hygienische Aufbewahrung des Schnullers dazu.

Es macht also richtig Spass mit diesem kleinen Stauraum-Wunder unterwegs zu sein und sich nicht gleich als typische Mutti mit der Wickeltasche zu outen. Die Kids Journey Wickeltasche kommt sehr lässig und entspannt daher und ich kann sie absolut empfehlen!

Auch Kids Journey hat einen Elternblog, den Ihr gerne hier besuchen könnt…

Zirkus Halligalli

Bei Eltern Zuhause ist immer irgendwie Zirkus Halligalli angesagt. Zumindest ist das bei uns so. Selten kehrt die absolute Ruhe ein, es sei denn die Kinder sitzen vor dem Fernseher oder essen Gummibärchen. Nachdem beide Aktivitäten nicht unbedingt in Dauerschleife verübt werden sollten, herrscht Zuhause Jubel, Trubel, Heiterkeit. Oder es gibt Tränen und Geheule, wenn es Streit unter den Geschwistern gibt.

Doch eine Sache funktioniert erstaunlich gut: die Kinder veranstalten selbst einen Zirkus und laden die Erwachsenen als Zuschauer ein. Diese Idee hatten letztens die Kinder zusammen mit ihren Freunden und wir waren erstaunt, wie toll das klappte. Selbst die Kleinste erhielt ihren eigenen Part und wurde integriert. Die Kinder waren mächtig stolz auf sich und wir wurden bestens unterhalten.

Es war schön zu sehen, wie die Kinder ihre eigene Vorstellung auf die Beine stellten. Ein Pirat war Zirkusdirektor und verkaufte die Eintrittskarten. Eine kleine Prinzessin kam ganz gross raus und eine waghalsige Katze zeigte ihre „Hüpfkünste“ mit dem Hula Hoop.   Ein Mädchen aus dem Orient ließ einen Hula Hoop Reifen um ihren Hals schwingen. Die grosse Zauberin bereitete das Publikum auf die Showeinlagen vor.

Wenn es also mal wieder laut werden sollte und es Streit gibt, schlagt den Kindern doch mal eine Zirkusveranstaltung vor. Wichtig dabei ist nur, dass die Erwachsenen nicht mithelfen und erst zur Aufführung erscheinen. Mal sehen was dann geschieht…